„Bestehende Therapien wirken oft unzureichend, setzen spät ein und sind mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden“, erklärt Dr. Selina Greuel, Mitgründerin und CCO von Insellar. „Wir verfolgen einen fundamental neuen Ansatz: Statt unspezifisch Netzwerke zu modulieren oder externe Substanzen zuzuführen, stimulieren wir gezielt die Freisetzung körpereigener schützender Hormone. Das ist präzise, nebenwirkungsarm, und biologisch fundiert.“
Das im Juli 2025 gegründete Neurotech-Start-Up konnte 400.000 Euro sichern, um einen funktionsfähigen Prototyp zu entwickeln und die Machbarkeit seines Ansatzes zu demonstrieren. Ergänzend engagierten sich in den vergangenen neun Monaten bereits namhafte Business Angels aus der deutschen Gründerszene, Professoren aus dem Themenfeld der Neurotechnologie, sowie führende Neurochirurgen und Psychiater.
Ute Mercker, Investment Direktor & Prokuristin bei IBB Ventures, ist von Insellars Behandlungsansatz für Depressionen überzeugt:
„Wir freuen uns, dass wir dem Team von Insellar mit unserem Pre-Seed Fonds B# eine unkomplizierte und schnelle Finanzierungsoption bieten konnten. Bei erfolgreicher Umsetzung der nächsten Meilensteine hat ihr Produkt das Potential, sich als patientenfreundliche Behandlung für viele neurologische Problemstellungen zu etablieren.“
„Brain-Computer-Interfaces werden die nächste große Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie. Und Insellar adressiert dabei einen der zentralsten Bereiche unseres Erlebens: die biologischen Grundlagen von Gefühlen.“
„Brain-Computer-Interfaces werden die nächste große Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie“, sagt Dirk Radzinski, Angelinvestor bei Insellar. „Und Insellar adressiert dabei einen der zentralsten Bereiche unseres Erlebens: die biologischen Grundlagen von Gefühlen.“
Das Unternehmen sieht erhebliches Erweiterungspotenzial in weiteren Indikationen wie PTSD, Angststörungen, Negativsymptomen bei Schizophrenie sowie perspektivisch in nicht-neuropsychiatrischen Anwendungsfeldern.
„Wir positionieren uns bewusst zwischen hochinvasiven Neurotech-Ansätzen und Medikamenten mit begrenzter Wirksamkeit“, sagt Dr. Hamed Bahmani, Gründer und CEO. „Unser Ziel ist eine balancierte, risikoarme High-Impact-Lösung für Patientinnen und Patienten, die bislang keine echte therapeutische Perspektive hatten.“
Nach einer erfolgreichen Startfinanzierung plant Insellar für 2026 den präklinischen Proof-of-Concept sowie die Validierung des Prototyps. Ziel ist es, die klinische Entwicklung zügig voranzutreiben und eine Zulassung als Medizinprodukt in Europa und den USA anzustreben.
„Wir stehen am Anfang einer neuen Ära der biologisch präzisen Neurostimulation“, ergänzt Bahmani. „Der Pre-Seed-Fonds B# unterstreicht Berlins Anspruch, bei neuen Technologien wie Brain-Computer-Interfaces eine führende Rolle einzunehmen.“




