€4 Millionen für Bounti: Berliner Startup bringt KI in die „physische Wirtschaft“

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Berlin, 19. März 2026 – Hat künstliche Intelligenz ihr Versprechen bereits eingelöst? Noch nicht – zumindest nicht dort, wo sie bislang primär eingesetzt wurde. Die erste große KI-Welle konzentrierte sich vor allem auf wissensintensive, digitale Tätigkeiten wie Schreiben, Analysieren oder Programmieren. Trotz milliardenschwerer Investitionen bleibt der wirtschaftliche Durchbruch vielerorts aus: Pilotprojekte scheitern, Skalierung stockt, messbarer Return on Investment bleibt selten.

Die übersehene KI-Chance: die physische Wirtschaft

Währenddessen bleibt ein zentraler Teil der Wirtschaft weitgehend unberührt: die physische Welt. Restaurants, Hotels, Einzelhandel oder Reinigungsbetriebe kämpfen weiterhin mit Personalmangel, hoher Fluktuation, Sprachbarrieren und steigendem Kostendruck – bei gleichzeitig wachsenden Erwartungen der Kund:innen. Genau dort, wo Wertschöpfung durch reale Arbeit entsteht, hat KI ihr Potenzial bislang kaum entfaltet.

Das Berliner Startup Bounti setzt genau hier an und hat nun 4 Millionen Euro eingesammelt — angeführt vom paneuropäischen VC Ventech. Ziel des Unternehmens ist es, ein strukturelles Problem vieler Branchen zu lösen: Wie lassen sich Qualität und Konsistenz in großen, dezentralen Organisationen zuverlässig sicherstellen?

In Multi-Location-Setups mit vielen Standorten scheitert operative Exzellenz selten an Strategie, sondern an der Umsetzung im Alltag. Wissen geht verloren, Standards werden unterschiedlich interpretiert, zentrale Informationen erreichen die Fläche oft verspätet. Klassische Softwarelösungen helfen dabei nur begrenzt – sie wurden für Büros entwickelt, nicht für operative Realität unter Zeitdruck.

Von Analysen zu konkreten Maßnahmen im Betrieb

Bounti verlagert Software dorthin, wo sie bisher kaum funktioniert hat: in den realen Arbeitsalltag auf der Fläche. Mit einer KI-gestützten Plattform automatisiert das Unternehmen zentrale Managementaufgaben – vom Erkennen operativer Probleme über die Analyse ihrer Ursachen bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen.

„Stellen Sie sich vor, das System zeigt Ihnen automatisch, an welchen Standorten Probleme entstehen – und welchen Einfluss das auf Umsatz und Performance hat“, sagt Deniz Bayraktaroglu, Gründer von Bounti, der selbst in der Hotellerie gearbeitet hat. „Die KI bleibt nicht bei der Analyse stehen, sondern leitet Maßnahmen ein: Sie sendet gezielte Schulungen an Mitarbeitende, weist Aufgaben zur Qualitätsverbesserung zu und macht sichtbar, wo Qualitätslücken direkt mit Umsatzrückgängen zusammenhängen.“

Ohne Akzeptanz an der Frontline scheitert KI

Entscheidend sei dabei die Akzeptanz auf der Fläche. „Wenn Software keinen unmittelbaren Mehrwert im operativen Alltag bietet, wird sie nicht genutzt – egal wie gut sie technisch ist“, so Bayraktaroglu. „Deshalb investieren wir bewusst in Nutzererlebnis, Verständlichkeit und konkrete Entlastung.“

Heute nutzen Unternehmen wie LAP Coffee, BackWerk, Coffee Fellows, Peter Pane und L’Osteria die Plattform im täglichen Betrieb. Tausende Mitarbeitende arbeiten regelmäßig mit Bounti, um neue Kolleg:innen schneller einzuarbeiten, Standards zu sichern und interne Kommunikation zu vereinfachen.
„Mit Bounti erreichen Informationen unsere Teams genau dort, wo sie arbeiten – und genau dann, wenn sie gebraucht werden“, sagt Leander Brune, Chief Operating Officer bei Burgermeister. „Das reduziert Reibung, steigert die Qualität und entlastet unsere Teams spürbar.“

An der Finanzierungsrunde beteiligten sich unter anderem der französische VC-Fonds Ventech sowie IBB Ventures, Robin Capital und Common Magic. Zu den Business Angels zählen Paul Forster, Gründer von Indeed, sowie Koen Bok und Jorn van Dijk, Gründer von Framer.

„Jahrelang hat sich Enterprise-Software vor allem auf die Büroarbeit konzentriert, während die physische Wirtschaft — also Restaurants, Einzelhandel und Hotellerie — weitgehend unberührt blieb. Dabei arbeiten hier tagtäglich Millionen von Menschen, und die operative Ausführung wirkt sich unmittelbar auf den Umsatz aus. Bounti baut eine neue Software-Ebene für genau diese Frontline-Umfelder: eine, die nicht nur Einblicke liefert, sondern gesamte Arbeitsabläufe unterstützt. Wir freuen uns sehr, Deniz, Ziar und das gesamte Team dabei zu unterstützen, KI-gestützte Automatisierung operativer Abläufe in die reale Welt zu bringen.“, sagt Stephan Wirries, General Partner bei Ventech.

Tausende Mitarbeitende an der Frontline verlassen sich auf die Plattform, um neue Kollegen schneller einzuarbeiten, Standards einzuhalten und die interne Kommunikation zu vereinfachen.

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Über Bounti

Bounti ist ein Berliner KI-Startup, das operative Abläufe in der physischen Wirtschaft digitalisiert. Die mobile Plattform automatisiert Managementaufgaben wie Informationsverteilung, Schulungen und Qualitätsmaßnahmen und hilft multi-lokalen Organisationen aus Gastronomie, Handel und Dienstleistung, Qualität und Konsistenz im operativen Alltag sicherzustellen.

Mehr erfahren: https://bounti.co/de/

Über Ventech

Ventech ist ein etablierter Early-Stage-Venture-Capital-Investor in Europa und Asien mit klarem Fokus auf digitale Geschäftsmodelle. Seit der Gründung im Jahr 1998 unterstützt Ventech ambitionierte Tech-Gründerinnen und -Gründer aus unterschiedlichsten Branchen dabei, innovative Unternehmen mit globalem Potenzial aufzubauen. Dank seiner Plattform mit zwei regionalen Schwerpunkten verfügt Ventech über eigene Fonds für Europa (Paris, München, Berlin, Helsinki und Stockholm) sowie für Asien (Shanghai und Hongkong).

Seit seiner Gründung hat Ventech mehr als 1 Milliarde Euro eingesammelt, über 320 Investments getätigt und mehr als 180 Exits realisiert. Zum Portfolio zählen unter anderem Vestiaire Collective, Prewave, Ogury, The Customization Group, Veo Technologies, Crossbeam und Speexx. Zu den Exits gehören unter anderem Believe (BLV.PA), gelistet an der Euronext, Arteris (AIP), gelistet an der Nasdaq, sowie FintecSystems, Withings und 4 Stop.

Mehr erfahren: www.ventechvc.com

Über IBB Ventures

IBB Ventures stellt seit 1997 Risikokapital für innovative Berliner Unternehmen bereit und zählt zu den aktivsten Akteuren der Frühphasenfinanzierung in Berlin. Neben den beiden VC-Fonds für Technologie- und Kreativunternehmen mit einem Volumen von 100 Mio. Euro sowie dem seit 2022 bestehenden Impact VC Fonds mit 30 Mio. Euro befindet sich seit 2025 auch der 10 Mio. Euro große Pre-Seed Fonds B# („be sharp“) für Berliner Deep-Tech-Startups in der Investitionsphase. Die Fonds werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Investitionsbank Berlin (IBB) finanziert.

IBB Ventures hat bereits in rund 300 Berliner Unternehmen investiert. In Konsortien mit Partnern erhielten diese Startups mehr als 2 Mrd. Euro, davon investierte IBB Ventures mehr als 300 Mio. Euro als Lead-, Co-Lead- oder Co-Investor. IBB Ventures ist die Dachmarke für die VC-Aktivitäten der IBB Beteiligungsgesellschaft und Teil der IBB Gruppe.

Mehr erfahren: www.ibbventures.de

Pressekontakt:

Ziar Khosrawi

ziar@bounti.co

Kontakt:

Clarissa Rossbach

IBB Ventures

Bundesallee 210

10719 Berlin

Tel.: +49 (0)30 2125 3201

E-Mail: info@ibbventures.de