Berliner Climate-Tech-Startup Kalz skaliert die Speicherung und Nutzung von CO₂ in Zement mit Beteiligung von IBB Ventures

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Berlin, 24. Juli 2026. Das Berliner Climate-Tech-Unternehmen Kalz GmbH wandelt CO₂ dauerhaft in mineralische Baustoffe um und eröffnet dadurch neue Möglichkeiten allgemeiner Dekarbonisierung sowie der Erschließung wirtschaftlicher Nutzbarkeit von CO₂.Durch eine Beteiligung von IBB Ventures wird nun der Bau einer der größten CO₂ Mineralisierungsanlagen Europas in Berlin ermöglicht. Das Investment erfolgt im Rahmen des B# (be sharp) Programms von IBB Ventures.

Vor der aktuellen Finanzierungsrunde hatte Kalz bereits 1,3 Mio. Euro an öffentlicher Förderung eingeworben, um die Technologie zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Diese Mittel stammten aus dem VIP+-Validierungsprogramm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), unter dem das Kernverfahren im Projekt „Seq-Kalz” an der TU Berlin wissenschaftlich validiert und zurAnwendungsreife weiterentwickelt wurde. Mit der Beteiligung von IBB Venturesgeht das Unternehmen nun in die Skalierung: Noch in diesem Jahr soll eine dergrößten Mineralisierungs- und Produktionsanlagen dieser Art in Europa inBetrieb gehen.

CO₂-Mineralisierung: Speicherung durch Nutzung in der Bauindustrie

In einem beschleunigtenProzess reagiert industrielles CO₂-reiches Abgas mit mineralischen Reststoffenwie z.B. Industrieschlacke oder Müllverbrennungsasche – Materialien, die meistdeponiert oder nur minderwertig weiterverwendet werden. Dabei wird das CO₂gewissermaßen „versteinert", genauer: als pulvriges Carbonat dauerhaftchemisch gebunden und gespeichert. Zugleich veredelt die Reaktion dieverwendete Schlacke oder Asche, also den Reststoff selbst: Aus einemAbfallprodukt entsteht ein stabiles, carbonatisiertes Material, dasemissionsintensive Bestandteile in Zement und Beton ersetzen kann. Das CO₂macht den Reststoff damit überhaupt erst für die Zementindustrie nutzbar. Soverbindet Kalz die dauerhafte Speicherung von CO₂ mit der Herstellung vonnachhaltigen Baustoffen, die die Bauindustrie unmittelbar einsetzen kann underzielt einen doppelten Effekt: Das Kohlenstoffdioxid gelangt nicht mehr in dieAtmosphäre, sondern wird langfristig gespeichert, und zugleich wird eine echteAlternative zu klassischem, emissionsintensivem Zement und Beton geboten.

“In unsererZusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung zeigt sich, dass derBedarf an praktikablen Lösungen im Umgang mit CO₂-Emissionen überall dort wächst,wo CO₂ industriell entsteht. Genau hier setzt unsere Technologie an zweiPunkten zugleich an: Wir binden CO₂ dauerhaft und gewinnen daraus Baustoffe,die emissionsintensive Bestandteile in Zement und Beton ersetzen und die dieIndustrie unmittelbar einsetzen kann. Dass IBB Ventures diesen Weg nun mit unsgeht, gibt uns die Grundlage, ihn in den industriellen Maßstab zu tragen.“

— Till Strunge, CEO, Kalz GmbH

„Kalz überzeugt uns mit einem Team, das eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit technologisch und unternehmerisch angeht. Die dauerhafte Bindung von CO₂ inBaustoffen hat ein enormes Skalierungspotenzial. Wir freuen uns, das Unternehmen im Rahmen von B# auf dem Weg zu einer der größten Mineralisierungsanlagen Europas zu begleiten.“

— Stephan Schulze, Investment Director, IBB Ventures

Über Kalz

Die Kalz GmbH ist ein BerlinerDeep-Tech-Unternehmen, das aus jahrelanger Forschung zur CO₂-Mineralisierunghervorgegangen ist. Gegründet wurde es von den drei promovierten Forschern TillStrunge (CEO), Dario Kremer (CTO) und Jason Collis (CRO); das Kernverfahrenwurde zuvor im bundesgeförderten Projekt „Seq-Kalz" wissenschaftlichvalidiert. Kalz wandelt CO₂ und industrielle Reststoffe in nachhaltige,zementäre Baustoffe um und bindet den Kohlenstoff dabei dauerhaft. So verknüpftdas Unternehmen die permanente Entnahme von CO₂ mit der Dekarbonisierung derBauwirtschaft, mit dem Ziel, die Mineralisierung in den industriellen Maßstabzu überführen. Für seinen Ansatz wurde Kalz mehrfach ausgezeichnet: als einesder „Top 100 Science Start-ups to Watch" der Falling Walls Foundation(2026), als Gewinner des Tomorrow Accelerator der Berlin Innovation Agency undals Finalist der MassChallenge.

Über IBBVentures und B#

Mit dem Pre-Seed-Fonds B#– „be sharp“ – investiert IBB Ventures insgesamt 10 Mio. Euro inDeep-Tech-Gründungen in der besonders herausfordernden frühen Phase. MitTicketgrößen zwischen 100.000 und 400.000 Euro richtet sich der Fonds gezieltan Teams mit skalierbaren und innovativen Deep-Tech-Ansätzen wie KI,Quantentechnologien, industriellen Softwarelösungen, Robotik, umwelt- undressourcenschonende Technologien sowie Biotechnologien, einschließlichinnovativer Verfahren für Medizin, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Da Rückflüsseaus Exits erneut investiert werden, entsteht ein Modell, das dieInnovationskraft des Berliner Deep-Tech-Sektors nachhaltig stärkt. Finanziertwird B# aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms STEP(Strategische Technologien für Europa).

Pressekontakt

Stephan Schulze
IBB Ventures
Bundesallee 210
10719 Berlin

Tel.: +49 (0)30 2125 3201
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