400.000 Euro für Brain-Computer-Interface von Insellar: Neue Therapiehoffnung für therapieresistente Depression

Berlin, 13. April 2026 - Therapieresistente Depression gehört zu den größten ungelösten Herausforderungen der modernen Medizin. Millionen Patientinnen und Patienten sprechen trotz jahrelanger Behandlung nicht ausreichend auf bestehende Therapien an. Die Folge sind anhaltendes Leid, erhöhte Suizidraten und erhebliche gesellschaftliche Kosten. Genau hier setzt die Berliner Insellar GmbH an, mit einem neuartigen Brain-Computer-Interface zur gezielten Stimulation bei Depression.
„Bestehende Therapien wirken oft unzureichend, setzen spät ein und sind mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden“, erklärt Dr. Selina Greuel, Mitgründerin und CCO von Insellar. „Wir verfolgen einen fundamental neuen Ansatz: Statt unspezifisch Netzwerke zu modulieren oder externe Substanzen zuzuführen, stimulieren wir gezielt die Freisetzung körpereigener schützender Hormone. Das ist präzise, nebenwirkungsarm, und biologisch fundiert.“
Das im Juli 2025 gegründete Neurotech-Start-Up konnte 400.000 Euro sichern, um einen funktionsfähigen Prototyp zu entwickeln und die Machbarkeit seines Ansatzes zu demonstrieren. Ergänzend engagierten sich in den vergangenen neun Monaten bereits namhafte Business Angels aus der deutschen Gründerszene, Professoren aus dem Themenfeld der Neurotechnologie, sowie führende Neurochirurgen und Psychiater.
Ute Mercker, Investment Direktor & Prokuristin bei IBB Ventures ist von Insellars Behandlungsansatz für Depressionen überzeugt:
„Wir freuen uns, dass wir dem Team von Insellar mit unserem Pre-Seed Fonds B# eine unkomplizierte und schnelle Finanzierungsoption bieten konnten. Bei erfolgreicher Umsetzung der nächsten Meilensteine hat ihr Produkt das Potential, sich als patientenfreundliche Behandlung für viele neurologische Problemstellungen zu etablieren. “
„Brain-Computer-Interfaces werden die nächste große Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie“, sagt Dirk Radzinski, Angelinvestor bei Insellar. „Und Insellar adressiert dabei einen der zentralsten Bereiche unseres Erlebens: die biologischen Grundlagen von Gefühlen.“
Das Unternehmen sieht erhebliches Erweiterungspotenzial in weiteren Indikationen wie PTSD, Angststörungen, Negativsymptomen bei Schizophrenie sowie perspektivisch in nicht-neuropsychiatrischen Anwendungsfeldern.
„Wir positionieren uns bewusst zwischen hochinvasiven Neurotech-Ansätzen und Medikamenten mit begrenzter Wirksamkeit“, sagt Dr. Hamed Bahmani, Gründer und CEO. „Unser Ziel ist eine balancierte, risikoarme High-Impact-Lösung für Patientinnen und Patienten, die bislang keine echte therapeutische Perspektive hatten.“
Nach einer erfolgreichen Startfinanzierung plant Insellar für 2026 den präklinischen Proof-of-Concept sowie die Validierung des Prototyps. Ziel ist es, die klinische Entwicklung zügig voranzutreiben und eine Zulassung als Medizinprodukt in Europa und den USA anzustreben.
„Wir stehen am Anfang einer neuen Ära der biologisch präzisen Neurostimulation“, ergänzt Bahmani. „Der Pre Seed Fonds B# unterstreicht Berlins Anspruch, bei neuen Technologien wie Brain-Computer-Interfaces eine führende Rolle einzunehmen.“
Über Insellar
Die Insellar GmbH wurde im Juli 2025 in Berlin von Dr. Hamed Bahmani, einem Neurowissenschaftler, Ingenieur und mehrfachem Neurotech-Gründer, sowie von Dr. Selina Greuel, einer Ärztin mit Expertise im kommerziellen Bereich und im Venture Capital, gegründet. Das Unternehmen entwickelt ein patentgeschütztes Brain-Computer-Interface zur gezielten Modulation von Hirnaktivität, die an der Regulation von Stimmung und Stress beteiligt ist. Durch die Kombination aus biologischer Präzision und gezielter Neurostimulation verfolgt Insellar das Ziel, eine komplett neue therapeutische Kategorie in der Depressionsbehandlung zu etablieren.
Über B#
Mit dem Pre-Seed-Fonds B# – “be sharp” – investiert IBB Ventures insgesamt 10 Mio. Euro in Deep-Tech-Gründungen in der besonders herausfordernden frühen Phase. Mit Ticketgrößen zwischen 100.000 und 400.000 Euro richtet sich der Fonds gezielt an Teams mit skalierbaren und innovativen Deep-Tech-Ansätzen wie KI, Quantentechnologien, industriellen Softwarelösungen, Robotik, umwelt- und ressourcenschonende Technologien sowie Biotechnologien, einschließlich innovativer Verfahren für Medizin, Gesundheit und Nachhaltigkeit. Da Rückflüsse aus Exits erneut investiert werden, entsteht ein Modell, das die Innovationskraft des Berliner Deep-Tech-Sektors nachhaltig stärkt. Finanziert wird B# aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms STEP (Strategische Technologien für Europa).
Kontakt:
Ute Mercker
IBB Ventures
Bundesallee 210
10719 Berlin
Tel: +49 (0)30 2125 3201
Mail: info@ibbventures.de