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6 Millionen Euro für HealthTech hellomed: Weniger Medikationsfehler und Entlastung von Pflegekräften

Berlin, 9. Februar 2026 -  Medikationsfehler gehören zu den größten und zugleich meist unterschätzten Risiken in der professionellen Pflege. Unübersichtliche Medikationspläne, manuelle Abstimmungen und fehleranfällige Übergaben zwischen Pflege, Arzt und Apotheke gefährden täglich Patienten – und rauben Pflegekräften Zeit und Nerven. Genau diese kritischen Punkte löst die hellomed Group GmbH auf einen Schlag.

Das Berliner HealthTech-Unternehmen hat sich 6 Millionen Euro Venture Capital gesichert, um seine digitale Lösung für Medikationsmanagement (hellomedOS) deutschlandweit auszubauen. Ziel ist es, Medikationsfehler in der ambulanten und stationären Pflege systematisch auszuschließen, und das Pflegepersonal mehrere Stunden pro Woche pro Person zu entlasten. Dabei stellt hellomed sowohl die Lieferung als auch die Kommunikation mit sämtlichen Prozessbeteiligten sicher (Hausärzte, Apotheken, Pflege und Patienten).

Die Finanzierungsrunde wird angeführt vom Züricher VC EquityPitcher Ventures, mit starker Beteiligung von IBB Ventures und zwei.7. Ergänzend engagierten sich in den vergangenen zwei Jahren bereits namhafte Gründer, Business Angels und Family Offices  aus der deutschen Gründerszene sowie Gesundheits- und Pflegewirtschaft, deren Beteiligung nun erstmals öffentlich kommuniziert wird. Die Finanzierung und Beteiligung von hervorragender Branchenexpertise wird die Skalierung von 100 auf >2'000  Pflegeunternehmen bis 2030 beschleunigen.
„Der Markt für Arzneimittelversorgung in der ambulanten und stationären Pflege ist über 8 EUR Milliarden groß, hochreguliert und strukturell unterdigitalisiert. Hellomed bietet den Pflegeunternehmen eine einzigartige Lösung, das Patientenwohl zu steigern sowie den eigenen Alltag von Bürokratie zu befreien”, zeigt sich Marco Marugg von EquityPitcher überzeugt. 

“Das Praxis-nahe Team hat es in der komplexen Prozess- und Stakeholder Landschaft geschafft, eine voll integrierte, automatisierte und skalierbare Versorgungslösung zu entwickeln, welche vom Pflegepersonal nicht mehr weggedacht werden kann”, ergänzt der erfahrene HealthTech Investor Christian Seegers von IBB Ventures.

Fehlmedikation: Ein Problem mit gigantischen Folgen

Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland jährlich zu bis zu 250.000 Krankenhauseinweisungen infolge von Fehlmedikation. Die dadurch entstehenden Kosten liegen bei bis zu rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Hinter diesen Zahlen stehen nicht nur hohe Belastungen für Krankenkassen, sondern vor allem vermeidbare Risiken für Patienten – und zusätzlicher Druck für Pflegekräfte.

„Medikationsversorgung ist einer der sensibelsten Prozesse in der professionellen Pflege – und leider auch einer der fehleranfälligsten“, sagt Enrico Bernardo, Gründer und Geschäftsführer von hellomed. „Wenn hier etwas schiefläuft, trifft es nicht nur Abläufe, sondern Menschenleben. Genau deshalb setzen wir hier an.“

„Pflegekräfte arbeiten mit enormer Verantwortung. Fehler entstehen meist nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Prozesse unübersichtlich, nicht digitalisiert und lückenhaft sind“, so Tim Bogdan, Geschäftsführer Pflege von hellomed. „Wenn wir Abläufe klarer machen, steigt automatisch die Medikationssicherheit.“

Bereits heute kommen bei hellomed KI-basierte Komponenten zum Einsatz, etwa um Medikationspläne zu erfassen, zu strukturieren und Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen. Ziel ist es, unnötigen Papierkram, manuelle Übertragungen und bürokratische Schleifen konsequent zu reduzieren. In den weiteren Ausbau dieser KI-gestützten Funktionen will hellomed nun gezielt und nachhaltig investieren.

Über hellomed

Die hellomed Group GmbH mit Sitz in Berlin wurde gegründet von Enrico Bernardo, Felix Morawski und Tim Bogdan und entwickelt mit hellomedOS die Softwarelösung zur qualitätsgesicherten Medikationsversorgung in der ambulanten und stationären Pflege. Mit hellomedOS digitalisiert hellomed besonders fehleranfällige, systemrelevante Prozesse zwischen Pflegeunternehmen, Apotheken, Patienten und Angehörigen. Ziel ist es, die Medikationssicherheit zu erhöhen, Pflegekräfte spürbar zu entlasten und vermeidbare Folgekosten im Gesundheitssystem zu reduzieren.

Über IBB Ventures 

IBB Ventures (www.ibbventures.de) stellt seit 1997 Risikokapital für innovative Berliner Unternehmen zur Verfügung und gehört zu den aktivsten Akteuren in der Frühphasenfinanzierung in Berlin. Neben den beiden VC-Fonds für Technologie- und Kreativunternehmen mit einem Volumen von 100 Mio. EUR sowie dem seit 2022 bestehenden Impact VC Fonds mit 30 Mio. EUR befindet sich seit 2025 auch ein 10 Mio. EUR großer Pre-Seed Fonds für Berliner Deep-Tech-Startups in der Investitionsphase. Die Fonds werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Investitionsbank Berlin (IBB) finanziert. IBB Ventures hat bereits in ca. 300 Berliner Unternehmen investiert; in Konsortien mit Partnern erhielten die Startups mehr als 2 Milliarden Euro, wovon IBB Ventures mehr als 300 Millionen Euro als Lead-, Co-Lead- oder Co-Investor investiert hat. IBB Ventures ist die Dachmarke für die VC-Aktivitäten der IBB Beteiligungsgesellschaft und Teil der IBB Gruppe.

Kontakt:

Christian Seegers

IBB Ventures

Bundesallee 210

10719 Berlin

Tel: +49 (0)30 2125 3201

Mail: info@ibbventures.de